Drei Sekunden und Ihre Werbung liegt im Papierkorb…

Fragen Sie sich auch öfters, wie Ihre Layouts beim Kunden ankommen? Dann lohnt es sich für Sie, genauer auf die psychologischen Prinzipien dahinter zu schauen und zu lernen diese zu nutzen.

Was sieht Ihr Leser zuerst?

Professor Siegfried Vögele hat dazu mit seiner Augenkamera die Reaktionen der Augen auf verschiedene Werbungen untersucht. Dies ist die Reihenfolge in welcher das Auge bestimmte Elemente der Werbung wahrnimmt:

  1. Bilder
  2. Schlagzeilen
  3. Unterstreichungen im Fließtext
  4. Unter-Schlagzeilen
  5. Bildlegenden

Ein kurzer Test wird dies veranschaulichen:

Dasselbe Motiv in unterschiedlichen Größen

 

Welches Bild sahen Sie zuerst?

Das große Bild auf der linken Seite natürlich.

Was macht das Auge nun, wenn beide Bilder gleich groß sind?

Sie sahen das linke Bild mit den Menschen zuerst, obwohl das Geld auch ganz schön verführerisch ist. Das Auge sieht zuerst die Menschen, danach zielt es auf leblose Materie.

 

Was nun, wenn es sich um gleich große Bilder mit Menschen handelt?

Das Auge fokussiert zuerst den größten Menschen. Er ist dem Betrachter am nächsten und stellt daher die größere Bedrohung dar.

 

Gleich große Bilder, verschiedene Formen?

Bei gleich großen Bildern sieht das Auge zuerst die runde, dann die eckige Abbildung. Neue Web 2.0 Internetseiten nutzen diese Eigenschaft des Auges oft für Buttons.
Im Print Bereich werden günstige Preise in runden oder abgerundeten Objekten dargestellt, um den Betrachter beim schnellen Durchblättern gekonnt auf die günstigen Schnäppchenpreise aufmerksam zu machen.

 

Selbes Motiv, unterschiedliches Bild-Format?

 

Bei gleich großen Objekten sieht das Auge zuerst das schräge, dann das hochformatige und zu guter letzt das querformatige Element.

So, nun wissen Sie, wie man bestimmte Objekte in den Fokus des Betrachters zieht.

Wie sieht es allerdings mit dem Layout aus?
Kann man den Betrachter bewusst über die Inhalte steuern?

Dazu ein paar Grundüberlegungen:

Und nun zur Praxis!

Welches Layout bewirkt mehr Resonanz?

Antwort: Ja klar, das Layout B ist ansprechender und der Kunde liest auch die Texte.

Weshalb empfindet der Betrachter das Layout B als attraktiver?


Dieser Artikel ist eine überarbeitete Version des Artikels http://www.hpz.com/lesekurve/ von Hans Peter Zimmermann.

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